Technologie
Als Plasma bezeichnet man in der Physik ein ionisiertes Gas, das zu einem nennenswerten Anteil freie Ladungsträger wie Ionen und Elektronen enthält (z.B. Blitze, Polarlicht, Sonnenwind etc.). Plasma wird als vierter Aggregatzustand bezeichnet. Die vorliegende Technologie basiert auf der Bildung von Wasserdampf und benötigt somit keinerlei Gase oder Druckluft.
Für den Betrieb reichen Strom und Wasser. Die patentierte Düse sowie eine völlig neue Steuerungstechnologie bilden die technologische Basis für die Erzeugung des Plasmas. Durch die hohe Lichtbogentemperatur und den eingespritzten Wasserdampf entsteht eine Heizquelle mit mittleren Temperaturen von ca. 4‘000 – 6‘000°C sowie Spitzenwerten im Kern von über 22‘000°C. Mit Wasserdampf kann zudem eine sehr hohe Enthalpiedichte erreicht werden. Wasserdampfplasma hat einen thermischen Wirkungsgrad von ca. 70 – 90 % und ist chemisch sehr reaktiv.
Innerhalb der Naturwissenschaften lassen sich Erde, Wasser und Luft mit den drei Aggregatszuständen fest, flüssig und gasförmig vergleichen und das Feuer mit dem vierten Aggregatszustand dem Plasma. Das verständlichste Beispiel für die verschiedenen Aggregatszustände liefert das Wasser. In der Form von Eis ist es ein fester Körper.
Führt man ihm Wärme, also Energie zu, wird es flüssig und schließlich gasförmig. Wird ihm noch mehr Energie zugeführt, entsteht ein Plasma, ein Zustand in dem sich die äußeren Elektronen von den Gasatomen oder – Molekülen lösen. In diesem Plasma bewegen sich nun neutrale Teilchen, Ionen – Atome oder Moleküle denen ein oder mehrere Elektronen fehlen.
Das Plasma unterscheidet sich deutlich von den anderen Aggregatszuständen. Es ist ein vollständiges oder zum Teil ionisiertes Medium und weist als elektrisch leitendes Medium eine Reihe von Besonderheiten auf.
Ionen und Neutralteilchen weisen im Plasma eine Temperatur von bis zu einigen 100 Grad Celsius auf, wahrend die Energie der Elektronen einer Temperatur von einigen 10.000 Grad Celsius entsprechen kann. Die Elektronen stellen daher hochreaktive Werkzeuge dar, die einen schonenden Einsatz ohne hohen Energieaufwand erlauben.
Wasser hat aber auch noch eine besondere Eigenschaft welche die Grundlage unserer Hauptanwendung ist:
Oberhalb von ca. 900°C spaltet sich Wasser zu Wasserstoff und Sauerstoff auf und bildet ein hochenergetisches Gas (Braungas oder auch Knallgas genannt), welche den Energiegehalt des Plamastrahls um das Fünffache anhebt. Erst dieser Effekt erlaubt die Nutzung in den von uns vorgeschlagenen Anwendungen.
Eben durch den Einsatz von Wasser anstatt Edelgasen ergeben sich völlig neue chemische und physikalische Effekte. Die revolutionäre und völlig emissionsfreie „Wasserdampf- Plasma- Technologie“ dekontaminiert die verstrahlten Teile sicher vor Ort, es entstehen keine Zusatzrückstände und somit weniger aktiver Abfall.
Die bei der Dekontaminierung (Abbrand) durch den Brenner mitlaufende Saugereinheit saugt parallel ab damit keinerlei Schadstoffe freigesetzt werden. Alle Rückstände gelangen über den Zyklondom in den Vorabscheider.
Der entscheidende ökologische Systemvorteil:
- Kein Einsatz von fossilen Brennstoffen oder Gasen ist notwendig
- Strom und Wasser wie das einzigartige System reichen ohne weitere Ressourcen anzuzapfen
- Erheblich verbesserter Personenschutz in der Anwendung und weniger Querkontamination
- Gefährliche Sondermülltransporte von Teilen sind nicht mehr notwendig und/ oder erheblich reduziert